Im Yoga atmen wir fast ausschließlich durch die Nase ein und auch wieder aus. Atem ist Leben! Wenn wir uns einmal bewusst machen, dass wir zwar tagelang ohne Nahrung, ohne Kleidung und sogar auch längere Zeit ohne Flüssigkeit überleben können, aber nach wenigen Minuten sterben, wenn wir unseres Atem beraubt werden, ist es erstaunlich, wie wenig Achtsamkeit wir – im Vergleich zu den anderen Dingen – unserer Atmung widmen.
Je älter wir werden, je mehr äußerliche Umstände unser Leben verändern, desto flacher beginnen wir zu atmen und verschenken damit einen großen Teil unseres Potenzials. Durch die flache Atmung, meist auch noch durch den Mund beanspruchen wir kaum oder nur wenig das Zwerchfell – unseren wichtigsten Atemmuskel.
Tiefe Einatmung schenkt dir Kraft. Tiefe und lange Ausatmung schenkt dir Ruhe und Gelassenheit.
Pranayama säubert die Lungen und füllt sie mit Luft, führt dem Sauerstoff zu und reinigt die Nerven.
Prana bedeutet Atem, Atmung, Leben, Vitalität, Wind, Energie oder Kraft. Ayama bedeutet Länge, Ausdehnung oder Ausstrecken. Pranayama ist die Lehre der Atemkontrolle. Das Leben des Yogi bemisst sich nicht nach der Zahl seiner Lebenstage, sondern nach der Anzahl seiner Atemzüge.
Pranayama-Übungen sind spezielle Atemtechniken und ein wichtiger Bestandteil meiner Yogastunde.
So wie der Mensch denkt, fühlt, ist oder handelt, so atmet er.
